Für Zeiträume ab dem 01.12.2021 müssen zur Abrechnung detaillierte Abrechnungs- und Verbrauchsinformationen bereitgestellt werden. Zielsetzung der sogenannten ergänzenden Informationen in der Abrechnung (IDA) ist eine höhere Transparenz der verbrauchten Wärmeenergie und damit auch eine Einsparung von CO2.
Seit der Version 1.16.0 prüft ERAS2 einmal täglich die aktuellen Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD), um die aktuellen Klimafaktoren für das Postleitzahlengebiet des Objektes herunterzuladen. Diese Faktoren ermöglichen es, die aktuellen Abrechnungsergebnisse über mehrere Jahre hinweg vergleichbar zu machen, in dem die abgerechneten kWh mit den Klimafaktoren multipliziert werden. Witterungsbedingte Schwankungen im Heizverhalten werden somit „herausgerechnet“. Als langjähriges Mittel wird der Wert 1.0 genommen. Werte die kleiner als 1.0 sind, sind somit kühlere Jahr, Werte größer als 1.0 entsprechend wärmere.
In der Regel werden die Klimafaktoren etwa 2 Monate nach dem jeweiligen Monat veröffentlicht. Werte zum Dezember somit im folgenden Februar, etwa in der Monatsmitte.
Die Rohdaten und deren Verfügbarkeit können Sie sich unter folgendem Link auch direkt ansehen: Klimafaktoren des DWD
Am Objekt können Sie den Verlauf dieser Klimafaktoren im Reiter IDA sehen:
Sie sollten somit, um eine korrekte Darstellung der IDA zu gewährleisten, sicherstellen, dass die Klimafaktoren für den abzurechnenden Zeitraum vorliegen. Sollten diese noch nicht verfügbar sein, so nimmt ERAS2 zunächst den Standardfaktor von 1.0 für die Darstellung. Sie erkennen dies in der Darstellung nicht nur am Faktor von 1.0, sondern ebenfalls in der Formulierung:
Wie abgebildet, existieren die Klimafaktoren für die bezeigten Abrechnungsperioden. Wenn der Klimafaktor nicht vorhanden ist, ändert sich die Formulierung in:
Für den Zeitraum 01.07.2021. - 30.06.2022 ist der Standardfaktor 1.00
Ab der Version 1.16.1.0 haben Sie die Möglichkeit eine Vielzahl von Angaben zu den Energiekosten einzutragen. Dazu gehören ebenfalls die Angaben zum Energiemix bei z.B. Fernwärme.
Die unterschiedlichen Angaben teilen sich in 2 Tabellen. Beide können eine beliebige Anzahl von Daten aufnehmen und somit erweitert werden.
Die Angaben der linken Tabelle werden durch eine Auswahlliste bestimmt.
Die Einheiten können ebenfalls durch eine Auswahlliste gesetzt werden bzw. werden durch die Bezeichnung automatisch vorgeschlagen (mit [Enter]).
Auf der rechten Seite befindet sich die Tabelle für die Angaben zum Energiemix bei z.B. Fernwärme.
Die Bezeichnung ist im Gegensatz zur linken Tabelle ein Freitextfeld, da die Angaben zu den einzelnen Energieträgern sehr individuell sind.
Die Anteile der einzelnen Energieträger können wahlweise in Prozent oder kWh angegeben werden. Welcher Wert angedruckt und übernommen wird, bestimmt die erste Zeile der Tabelle.
Eine Mischung aus Prozent- und kWh-Angaben ist nicht möglich.
Unterhalb der Tabelle folgen noch die Angaben zum Primärenergiefaktor und eine Angabe zum Ausstoß des CO2 in Tonnen (t).
Um den Primärenergieträger hervorzuheben, werden beim Energiemix die verschiedenen Energieträger gemäß ihres Anteils in absteigender Reihenfolge angedruckt.
Bei den Daten, die nicht zum Energiemix gehören (linke Tabelle), erfolgt der Andruck in der Reihenfolge der Daten in der Tabelle.
Als letzte Seite wird nun die IDA als Bestandteil der Einzelabrechnung mit angedruckt.
Ein Überblick:
In diesem Abschnitt sind Angaben zum Gesamtenergieverbrauch im Objekt und den zuvor genannten Angaben zu der Kostenzusammensetzung und den CO2-Emissionen enthalten.
In diesem Bereich werden die Abrechnungsergebnisse des Nutzers als Säulendiagramme dargestellt.
Sind Abrechnungsergebnisse dieses Nutzers für den Vorjahreszeitraum vorhanden, so werden diese neben dem aktuellen Ergebnis ebenfalls dargestellt.
Fehlen diese Werte, weil der Vorjahreszeitraum noch nicht mit ERAS2 erstellt wurde oder der Nutzer erst später in das Objekt eingezogen ist, so werden nur die aktuellen Werte dargestellt:
Rohdaten zu erzeugen. Eine vollständige Archivierung ist nicht notwendig, falls Sie diese nicht benötigen. Die Schaltfläche finden Sie rechts unten neben dem Button zur Abrechnungserstellung.
Die grauen Säulen stellen die witterungsbereinigten Werte gemäß den Klimafaktoren da. Eine Vergleich ohne Witterungseinflüsse ist somit anhand der grauen Balken möglich.
Neben der allgemeinen Information zu den Klimafaktoren und der Witterungsbereinigung werden die Klimafaktoren für die dargestellten Zeiträume ausgewiesen.
Es folgen Angaben zu den ermittelten kWh der Heizung und des Warmwassers (soweit vorhanden/benötigt).
Wenn Quadratmeterangaben des Nutzers vorhanden sind, so werden diese ebenfalls ausgewiesen, eine Angabe des Energieverbrauchs pro Qm ermittelt und für den Vergleich mit angedruckt.
Als weiteren Vergleich neben diesen Angaben wird der Durchschnitt im Objekt mit angegeben und ebenfalls ein „Allgemeiner Durchschnittsnutzer“.
Hinter diesem Begriff verbirgt sich der Deutschlandweite Durchschnittsnutzer der gleichen Nutzerkategorie.
Wie wird dieser im ERAS2 ermittelt?
Zunächst unterteilt ERAS2 - wie auch bereits bei der UVI - die Nutzerkategorie nach folgenden Kriterien:
Aus diesen Bereichen wird eine Nutzerkategorie ermittelt: z.B.
Nutzer der selben Kategorie können somit miteinander verglichen werden.
Sind keine Qm-Angaben hinterlegt, so werden die Bereiche Energieverbrauch pro m² und Vergleichsnutzer nicht angedruckt.
In diesem Bereich erhalten die Nutzer Internetadressen zu weiteren Informationsquellen von Bereichen wie „Energiesparen“ bis zu einer Übersicht der „Schlichtungsstellen“.
Wenn Sie die Klimafaktoren neu einlesen möchten, weil z.B. der Faktor für eine Postleitzahl fehlt oder verändert wurde, dann können Sie unter Werkzeuge die Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) neu einlesen lassen. Dazu klicken Sie unter Allgemeine Werkzeuge auf IDA Faktoren reset.
Daraufhin werden alle Faktoren erneut eingelesen. Dieser Prozess kann bis zu 30 Minuten dauern und läuft im Hintergrund ab. Lassen Sie das ERAS2 einfach für 30 Minuten aktiv. Sie können während dieser Zeit aber weiterhin im ERAS2 arbeiten.