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UVI Berechnung

Grundsätzlich dient zunächst die letzte Abrechnung als Basis für die Berechnung der UVI. Hier bei werden kWh, Einheiten und ggf. cbm aus der letzten Abrechnung entnommen, ins Verhältnis gesetzt und somit die Berechnungsfaktoren ermittelt.

Schauen wir uns dies an einem Beispiel an:

In diesem Fall können wir die benötigten kWh direkt in der Aufteilung ablesen. Bei Nutzung der WW-Formel werden ebenfalls die kWh und cbm ausgewiesen - nur an anderer Stelle im Formular.

Für den Heizungsanteil in diesem Beispiel gilt (wir haben 2 Heizgruppen):

 99.259,000 kWh / (42.234,000 Eht + 21.717,756 Eht) = 1,552 kWh/Eht


Für den WW-Anteil gilt hier:

 35.183,000 kWh / 473,348 cbm = 74,328 kWh/cbm
 

Diese errechneten Faktoren finden Sie jeweils unter den Grafiken auf der UVI:


Diese Faktoren können nun verwendet werden, um den ermittelten monatlichen Verbrauch an Einheiten oder cbm in kWh darzustellen.
Bei reinen kWh/MWh Anlagen ist der Faktor entsprechen 1,000 bzw. 1000,000.

Gemischte Geräteausstattung

Ab der Version 1.21.4 werden bei gemischten Geräteausstattungen (z.B. HKV und WMZ in einer Nutzeinheit) getrennt unter der Grafik mit ihren Faktoren aufgelistet.
Bei Verwendung der UVI Details Lizenz werden diese ebenfalls in zwei getrennten Tabellen dargestellt.


Durchschnittsverbrauch derselben Nutzerkategorie

Zunächst einmal werden Nutzer in zwei Stufen kategorisiert:

Leerstände können schlecht mit dem „normalen“ Verbrauch verglichen werden, ein Nutzer mit einer zusätzlichen Fußbodenheizung (WMZ) nicht mit Nutzern, die im gleichen Gebäude keine Fußbodenheizung haben.

Sind diese beiden Ebenen einmal gebildet, werden die Durchschnittsverbräuche gebildet. Dabei wird der zu betrachtende Nutzer selbst aus der Berechnung herausgenommen, da er als Hoch- oder Niedrigverbraucher den Schnitt verzerren könnte.
Ebenso werden die Durchschnittsverbräuche gemittelt und nicht einfach alle Verbräuche in das Verhältnis zur Fläche gesetzt.
Schauen wir uns dies einmal an:

Nutzer Qm kWh Durchschnitt kWh/qm
0001 50 1000,000 20,000
0002 100 1000,000 10,000
0003 200 1000,000 5,000

Bilden wir nun den Vergleichswert für die UVI von Nutzer 0001.

Würden wir nun die „einfache: kWh/qm“ Rechnung heranziehen:

 (1000,000 kWh + 1000,000 kWh) / (100 qm + 200 qm) = 6,667 kWh/qm

Dies bildet aber nicht korrekt ab, dass Nutzer 0003 einen deutlich besseren Verbrauch als Nutzer 0002 hat: gleicher Verbrauch bei doppelte Fläche!
Somit müsste der korrekte, gewichtete Durchschnittswert höher liegen, denn Nutzer 0002 zieht den Durchschnitt nach oben.
Also nehmen wir die Durchschnittswerte als Basis:

 (10,000 kWh/qm + 5,000 kWh/qm)  / 2 (Nutzer) = 7,500 kWh/qm

Der gewichtete Wert wäre somit 7,500 kWh/qm und in der UVI des Nutzers 0001 würde stehen:

 7,500 kWh/qm * 50qm = 375 kWh Durchschnittsverbrauch anderer Nutzer

Sonderfälle

Defekte Geräte

Abgesehen von den üblichen Erkennungen defekter Geräte durch z.B. rückläufige Ablesewerte, kommt es auch vor, dass ein defektes Gerät durch ein neues ausgetauscht wird.
Vielfach wird hierbei der Ausbaustand bewusst nicht mit erfasst (Gerät ist schließlich defekt) und der Ablesewert am Ende der Abrechnungsperiode durch eine Schätzung ergänzt.
Bei der UVI würde dies unterjährig aber zu Problemen führen, da der Ablesewert für einen spezifischen Monat nicht vorliegt. Dieses Gerät wird ab der Version 1.21.5 in der UVI des Ausbaumonats ignoriert.
Sobald das Folgegerät wieder Daten liefert, werden diese Werte mit in die UVI zur Interpolation der fehlenden Werte genutzt.

Negative Faktoren

Bis zur Version 1.21.4 wurden Geräte mit einem negativen Ablesewert von der UVI ausgeschlossen. Negative Werte zeigen i.d.R. ein defektes oder rücklaufendes Gerät und deren Werte sollten somit nicht genutzt werden.
Ein Sonderfall kann aber eintreten, wenn ein Abzugsgerät bewusst mit einem negativen Faktor ausgestattet wurde, um den Abzug automatisch in die Berechnung mit einzubeziehen.
Dieser Fall wird ab der Version 1.21.5 erkannt und das Gerät wird regulär in die UVI mit einbezogen.
Haben Sie das Modul UVI-Details im Einsatz, so wird dieses Gerät mit seinen Werten ebenfalls in der Gerätetabelle dargestellt.