Komplexere Differenzrechnung 1

Wenn Sie eine Nutzeinheit haben, in der kein Messgerät installiert ist oder installiert werden kann, so könnten Sie auf folgendes Szenario treffen:

Sie haben eine Kaltwassergruppe K1, Warmwassergruppe W1, eine Heizgruppe H1 ausgestattet mit HKVE und noch zusätzlich eine Heizgruppe FB als Fußbodenheizung ausgestattet mit WMZ. Eine Nutzeinheit konnte nicht mit Messgeräten ausgestattet werden und erhält seine Wasserdifferenzen über die Gruppen K1 und W1. Die Heizenergie dieser Nutzeinheit wird als Differenz zur Gruppe FB ermittelt.

Die einzelnen Verbrauchgruppen werden nun wieder so im ERAS2 aufgebaut, wie wir dies bereits in der KW/WW Differenzrechnung gesehen haben, wobei diesmal zusätzlich noch die Heizgruppe hinzugenommen wird.

Der zentrale WMZ A wird also am Energieverwerter eingetragen und als Erfassungsart Alle ausgewählt. Somit wird der ERAS2 mitgeteilt, dass die gemessene Energie sowohl für die Heizgruppen, als auch die Warmwassergruppe gerechnet werden muss. Der zentrale MWK B wird ebenfalls am Energieverwerter eingetragen. Da die Wassermenge sowohl für die Kaltwassergruppe als auch Warmwassergruppe gemessen werden soll, wird hier ebenfalls Erfassungsart Alle gewählt.

Die beiden Zähler A (WMZ) und B (KWZ) können theoretisch physikalisch wirklich vorhanden sein oder die Hauptzähler des Objekts sein. In beiden Fällen muss der Zähler für die Differenzermittlung direkt vor der Gruppe eingetragen sein.

Die Hauptzähler werden nun als erstes am Energieverwerter eingetragen:

Der zentrale WMZ A wird somit am Energieverwerter eingetragen und als Erfassungsart Alle ausgewählt. Somit wird dem ERAS2 mitgeteilt, dass die gemessene Energiemenge sowohl für die Heizgruppen als auch die Warmwassergruppe gerechnet werden muss. Ähnlich verfahren wir beim zentralen KWZ B. Auch er erhält die Erfassungsart Alle, da die Durchflussmenge sowohl für die Kaltwassergruppe als auch die Warmwassergruppe gemessen wird.

Wie in den Schemata zu sehen, müssen nun die entsprechenden Zähler bei der Anlage der Verbrauchsgruppen vor der jeweiligen Gruppe eingetragen werden.

Die Gruppe FB bekommt den zentralen WMZ vorgeschaltet:

Die Gruppe K1 den zentralen Kaltwasserzähler:

Die Warmwassergruppe W1 einen KWZ für die Wassermenge und einen WMZ für die Energiemenge:

Vor der verbleibenden Heizgruppe H1 befindet sich noch ein WMZ. Einen Differenznutzer gibt es hier nicht.

Bei der Abrechnung wird nun folgendes für den Differenznutzer berechnet:

 Kaltwasser:  [B] - [KWZ vor W1]
 Warmwasser:  [KWZ vor W1] - [Wassermenge W1]
 Heizung:     [A] - [WMZ vor W1] - [WMZ vor H1] 

Auf der Einzelabrechnung werden diese Differenzen entsprechend ausgewiesen.

  • handbuch/abrechnung/abrechnungsszenarien/differenzrechnungen/komplex1.txt
  • Zuletzt geändert: vor 6 Jahren
  • von administrator